Lek von David Lung

Lek – Die Lebensgeschichte eines verkauften neunjährigen Thai-Mädchens (Erzählungen aus Asien)

Allgemein:

Während meines Kindle Unlimited Probe Monates dachte ich, ich kann auch mal was anderes lesen als meine üblichen Genres und so bin ich zufällig auf das Buch Lek Buch gestoßen.
Das Lektorat hat sehr gute Arbeit geleistet, nur sehr wenige Fehler, die den Lesefluss aber überhaupt nicht stören. Das Cover zeigt ein thailändisches Mädchen ist ansonsten aber sehr nichtssagend.

Inhalt:

Lek ist der Name des Mädchens dass in diesem Buch aus der Ich-Sicht erzählt. Es beruht nicht auf wahren Begebenheiten – könnte aber sicher von vielen asiatischen Mädchen genau so erzählt werden.
Lek lebt in einem kleinen Dorf mit ihren Eltern, zwei Schwestern und einem Bruder. Sie ist die Älteste, dass bedeutet sie hat sich um das Haus und ihren kleinen Bruder zu kümmern, während die Eltern auf den Feldern arbeiten. Ihre Schwestern dürfen zur Schule, sie selbst aber nicht. Die Familie führt ein ärmliches, aber familiäres Leben. Als Lek neun Jahre alt ist kommen „Vermittler“ in das Dorf und bieten den armen Familien Geld für ihre Töchter. Außerdem sollen sie monatlich einen Teil des Gehalts der Töchter bekommen. Da Leks Familie sehr arm ist, stimmen sie schweren Herzens zu. Lek soll mit einer Freundin aus dem Dorf zusammen in einem Restaurant arbeiten.

Sie werden Leibeigene. Soh und Lek treffen es Anfangs nicht so schlecht wie sie denken. Sie müssen zwar hart arbeiten aber die Besitzerin des Restaurants ist gut zu ihnen und bringt Lek sogar bei wie man die Buchhaltung führt. Soh muss nicht mehr putzen und lernt zu kochen. An wenigen Tagen jedoch verlässt ihre Chefin das Restaurant um ihre Familie zu besuchen. In dieser Zeit geht Em, der Ehemann der Chefin, mit den zwei Mädchen spazieren und fängt an mit ihnen Kuschelspiele zu spielen. Lek und Soh wissen nicht wirklich was er macht und finden es in Ordnung, schließlich bekommen sie dafür extra Geld. Geld, dass sie gemeinsam sparen um selbst einmal ein Restaurant eröffnen zu können.

Als die Chefin herausfindet dass sich ihr Ehemann an Leibeigenen Mädchen vergreift, schmeißt sie ihn hinaus, die Schande die das aber für sie bedeutet kann sie nicht akzeptieren und so sucht sie den beiden Mädchen, die sie mittlerweile ins Herz geschlossen hat, eine neue Stelle, an denen sie ihre Schulden abbezahlen können. Zuerst können sie es kaum glauben, sie werden Dienstmädchen bei einer reichen Frau. Sie bekommen schöne Gewänder, haben ein eigenes Zimmer und genießen zum ersten Mal in ihrem Leben einen gewissen Luxus. Außerdem treffen sie dort einen „Ladyboy“ namens Pan, mit dem sie sich sehr schnell anfreunden. Doch dann verkauft ihre neue Chefin ihre Jungfräulichkeit an andere Männer. Wie das Leben von Lek und ihrer Freundin weitergeht möchte ich nicht verraten.

Fazit:

Die Geschichte ist sehr bewegend und erschreckend. Für uns westliche Mädchen, die meist eine fröhliche und schöne Kindheit und Jugend verbringen, ist es kaum vorzustellen wie sehr sich das Leben in anderen Ländern für Kinder, speziell für Mädchen, unterscheidet. Ein Großteil des Leides dieser Mädchen ist natürlich durch die Armut und die mangelnde Bildung geschuldet. Aber auch der Sex-Tourismus vieler westlicher Männer trägt zu dem Unglück dieser Mädchen, und auch Jungen, bei. Denn dort sieht jeder weg wenn sie sich Kinder ins Bett nehmen, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht einmal vollendet haben, oder sogar noch um einiges jünger sind.

Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt. Sie lässt einen den Schrecken mitfühlen, aber auch die Hoffnung und Träume der Mädchen teilen. Es ist mit Sicherheit kein literarisches Meisterwerk, die Geschichte, zumindest für eine westliche Frau wie mich, manchmal zu überspitzt und übertrieben – aber wer weiß wie die Realität wirklich aussieht. Auf jeden Fall kann ich dieses Buch für diejenigen weiter empfehlen die gerne Biographien, Tatsachen-Berichte oder Geschichten aus anderen Ländern, lesen.

Ich gebe dem Buch 😲 😲 😲 😲

Hier kommt ihr zu meinen anderen Rezensionen.

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